Begriff Stress Entspannungstechniken Massagetherapie SER

Informatives zum Begriff »Stress«

Was ist Stress?
Wann wirkt Stress gesundheitsschädigend?
Klassifikation von Stressoren
Wechsel von Stress und Entspannung als Balance des Lebens
Was können Entspannungstechniken bewirken?

Was ist Stress?

Der Begriff »Stress« entstammt ursprünglich der Geologie und bedeutet im Englischen Druck oder Kraft.

Die Psychologie definiert Stress als von unseren Vorfahren ererbtes Reaktionsmuster auf psychische und physische Belastungen, das das Überleben sicherte, indem es den Muskeln durch verstärkte Produktion bestimmter Hormone sehr viel Energie für Kampf oder Flucht bereitstellte. Stress ist also ein körperlicher oder emotionaler Spannungszustand.

In der darauf folgenden Erholungsphase normalisieren sich die Körperfunktionen wieder. Das Auf und Ab zwischen Stress- und Erholungsphasen reguliert ein Mechanismus, der anscheinend immer wieder geübt werden muss, um die Zusammenarbeit zwischen Organismus und Umweltreizen zu optimieren.

Wann wirkt Stress gesundheitsschädigend?

Ein gewisses Ausmaß an Stresserleben ist für den Menschen notwendig, wirkt lernfördernd und anregend, das Übermaß jedoch kann zahlreiche Erkrankungen hervorrufen.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Stress: den sog. Eu-Stress und den sog. Dis-Stress.

Der Eu-Stress ist der sog. positive Stress, wenn man sich auf etwas sehr stark freut oder wenn man in einer befriedigenden Tätigkeit ganz und gar aufgeht. Die Glücksforscher sprechen hier von dem Zustand Flow. Der Eu-Stress ist also die Würze des Lebens. Ohne ein gewisses Maß an Stress (= Spannung) können wir nicht leben. Allerdings gibt es auch da Grenzen, die für jeden Menschen verschieden sind.

Der Dis-Stress, der krankmachende Stress, kann vielfältige Auslöser, sog. Stressoren, haben. Wie stark der Einzelne auf Dis-Stress reagiert, ist individuell unterschiedlich und hängt von der individuellen Bewertung ab. Diese wiederum ist von unserem derzeitigen Gesundheitszustand, von der Erziehung, von den Erbanlagen beeinflusst.

Klassifikation von Stressoren

Stressreaktionen werden von Stressoren ( = belastende Reize) ausgelöst. Eine mögliche Einteilung ist die folgende:

Oft folgt aus einem belastenden Reiz der nächste (Versagensängste können zu Sozialphobie und Mobbing führen, die ihrerseits als weitere Stressoren wirken) oder es wirkt gleichzeitig eine Vielzahl von Stressoren auf den Menschen ein. Es kommt zu einem Teufelskreis, der in schädigenden Dauerstress mündet.

Wechsel von Stress und Entspannung als Balance des Lebens

Stress macht also immer dann krank, wenn die Balance zwischen Stress- und Erholungsphasen gestört ist. Als typische Stresssymptome gelten u.a.:

Je länger solche Beeinträchtigungen anhalten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer chronischen Erkrankung. Spätestens, wenn diese Beschwerden auftreten, ist es ein dringendes Signal zu überprüfen, ob der Körper ausreichend Erholung erhält. Eine gründliche Analyse der eigenen Lebensweise ist die Voraussetzung für eine gesundheitsfördernde Veränderung.

Was können Entspannungstechniken bewirken?

Natürlich keine Wunder!!!

Aber diese Techniken können uns helfen, die Balance zwischen An- und Entspannung wiederzufinden und dies in unseren Alltag zu integrieren. Gelingt uns dies, so überwinden wir einerseits genannten Stresssymptome, andererseits können wir Selbstheilungskräfte aktivieren, die auch bei der Überwindung von Krankheiten mit organischer Ursache helfen können.


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Informatives zu Entspannungstechniken

Autogenes Training
Progressive Muskelentspannung

Autogenes Training

Das Autogene Training ist eine Form der konzentrativen Selbstentspannung. Man lenkt seine Aufmerksamkeit auf seinen Körper und führt sich in einen Zustand leichter Trance, vergleichbar mit Tagträumen. In diesem Zustand kann man Zugriff auf bestimmte Körperfunktionen erlangen, z.B. auf Herzschlag und Atmung. Übt man regelmäßig, so reichen schon wenige Minuten, um sich frisch und entspannt zu fühlen.

Das Autogene Training wurde in den 20er Jahren vom Medizinprofessor J.H. Schultz aus der Hypnosetechnik und einer indischen Art des Yoga entwickelt.

Während seiner Tätigkeit stellte er fest, dass sich seine Patienten beim Einsatz von Hypnose wunderbar entspannen konnten. Dies erforderte jedoch immer die Anwesenheit eines Therapeuten. Schultz fragte sich daher, was es den Patienten auch zu Hause ermöglichte, sich zu entspannen und damit ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Zwischen 1908 und 1912 entwickelte er diese neue Technik, die die Menschen befähigte, durch selbstgesteuertes Üben zu Entspannung und auch Heilung zu finden. Schultz selbst bekam mit dieser Methode seine schweren Asthma-Anfälle in den Griff, die ihn von frühester Kindheit an quälten.

Progressive Muskelentspannung

Die Progressive Muskelentspannung ist ebenfalls eine Form der Selbstentspannung. Bei dieser Methode soll ein Entspannungszustand durch vorheriges Anspannen von bestimmten Muskelgruppen erreicht werden. Dabei lernt man, verschiedene Muskelgruppen anzuspannen und zu lockern und die jeweiligen Empfindungen wahrzunehmen und zu unterscheiden. Bei regelmäßiger Übung kann man sich auch mit dieser Methode schnell entspannen.

Der amerikanische Arzt und Psychologe Edmund Jacobson wies Anfang des 20. Jahrhunderts die Wechselbeziehung zwischen körperlicher und psychischer Anspannung nach. Eine Entspannung der Muskulatur musste also auch ein Nachlassen der psychischen Spannung bewirken. Da auf eine kurzfristige Anspannung einer Muskelgruppe eine Zeit der vertieften Entspannung folgt, lautet das Grundprinzip der PM: Man erreicht Entspannung durch vorausgehende Anspannung.

Inzwischen wurde das zeitaufwendige Verfahren von Jacobson vereinfacht, so dass es sich gut im Alltag anwenden lässt.


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Informatives zur Massagetherapie

Die Massage (griech. „kneten“) ist eine Form der manuellen Therapie. Sie beeinflusst Haut, Bindegewebe und Muskulatur durch Dehnungs-, Zug- und Druckreiz. Die Wirkung der Massage bleibt nicht nur auf die behandelten Stellen des Körpers beschränkt, sondern erstreckt sich auf den gesamten Organismus, die Psyche eingeschlossen.

Die Massage im weitesten Sinne ist eines der ältesten Heilverfahren der Menschheit.

Die gezielte Anwendung zum Heilen kommt wahrscheinlich aus Ostafrika, Vorderasien und China. Die ersten nachweislichen Erwähnungen stammen aus der Zeit um 2600 v.Ch. von einem Chinesen, der bestimmte Massagehandgriffe und auch gymnastische Übungen beschreibt. Nach Europa wurde die Massage durch den griechischen Arzt Hippokrates (460-375 v.Ch.) gebracht. Dieser studierte die Anwendung der Techniken bei den Gladiatorenkämpfern und schrieb seine Erkenntnisse nieder. Etwa 200 Jahre später erkundete auch ein römischer Arzt, Claudius Galenus, die manuelle Therapie und hinterließ der Nachwelt von ihm entworfene Massageformen. Dann geriet die Technik der Massage in Europa lange Zeit in Vergessenheit. Erst am Ende des Mittelalters nahm sich der Arzt Paracelsius wieder dieser Therapieform an.
Die klassische Massage wurde durch die Schweden im 18. Jahrhundert begründet und durch den Holländer Johann G. Metzger im 19. Jahrhundert in Wissenschaft und Medizin verankert. Von dieser Zeit an konnte die wohltuende und heilende Kraft der Massagen nicht mehr geleugnet werden.

Heute gibt es neben der klassischen Massage vielfältige andere Massageformen, wie z.B. Lymphdrainage und Fußreflexzonenmassage, die auf unterschiedlichen Behandlungstheorien beruhen.
Allen gemeinsam sind folgende Wirkungen:


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Informatives zu SER - SOMATO EMOTIONAL REALESE

SER (Somato Emotional Release) ist ein therapeutischer Prozess, der den Geist und den Körper von allen negativen Nebeneffekten und Ablagerungen befreit, die als Folge körperlicher und seelischer Traumata auftreten können.

Während einer Behandlung hilft der/die Therapeut/in dem Klienten/Patienten, durch Release (energetische Auflösung) von Energiezysten, durch "entwirren" (unwinding) und andere Cranio-sacrale-Techniken, eine ursächliche Verletzung zu identifizieren und wiederzuerleben, die dem Klienten/Patienten Schmerzen oder Blockaden bzw. geschwächte Körperfunktionen verursacht.


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